Das Haupthaus
Das Haupthaus des alten Bahnhofs bildet bis heute das Herzstück der gesamten Anlage. Ursprünglich beherbergte es all jene Räume, die für den täglichen Bahnbetrieb unverzichtbar waren: eine großzügige Wartehalle für die Reisenden, einen gut besuchten Schankraum, einen Fahrkartenschalter sowie – im Obergeschoss – die privaten Wohnräume des Bahnhofsvorstehers. Im Dachgeschoss lagen zusätzliche Lagerräume, in denen Vorräte und Ausrüstung untergebracht wurden.
Obwohl sich die Nutzung des Gebäudes im Laufe der Jahrzehnte mehrfach wandelte, sind die Grundstrukturen der historischen Raumaufteilung bis heute erkennbar. Nach dem Verkauf des Bahnhofs in Privatbesitz wurden die einzelnen Bereiche neuen Zwecken zugeführt und nach und nach modernisiert, ohne den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu verlieren.
Ein besonderes Schmuckstück des Hauses ist die originale Eichentreppe aus dem Jahr 1899, die noch immer das Treppenhaus prägt. Sie wurde im Zuge der umfassenden Renovierung durch die Familie Becker mit großem handwerklichem Aufwand und viel Liebe zum Detail in Eigenleistung restauriert und erstrahlt nun wieder in ihrer historischen Schönheit.
Im Jahr 2015 erfolgte die vollständige Modernisierung des Dachgeschosses. Wo früher Lagerflächen untergebracht waren, befinden sich heute eine helle Mietwohnung und ein Büro, die durch großzügige Dachgauben viel Tageslicht erhalten. Auch die ehemaligen Wohnräume des Bahnhofsvorstehers im Obergeschoss haben eine neue Bestimmung gefunden: Hier liegen nun die privaten Zimmer der Familie Becker, die das Haus mit Leben füllen und seine Geschichte in die Gegenwart tragen.
So verbindet das Haupthaus auf eindrucksvolle Weise historische Substanz mit moderner Nutzung und bewahrt zugleich den Charme eines Gebäudes, das über ein Jahrhundert lang das Ortsbild und das Alltagsleben in Frömern geprägt hat.